Hannah Arendt

Hannah Arendt
14.10. 1906 – 04.12.1975
US-amerikanische Historikerin, Politologin und Philosophin deutscher und jüdischer Herkunft. Sie gehört zu den bedeutendsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts.
Für Linke ist die Vorstellung sich mit der politischen Denkerin Hannah Arendt zu beschäftigen oft nicht möglich. Zu tief sitzt der Stachel der auf ihr 1951 erschienenes Buch „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ beruht. Aus ihrer Analyse des Nationalsozialismus und Stalinismus wurden die Totalitaritäts- und Hufeisentheorie entwickelt.
Es macht aber Sinn, sich dem Werk von Hannah Arendt als Ganzes zu nähern. Dazu gehört auch ihr zweites wichtiges Buch „Eichmann in Jerusalem“. Sie beobachtete als Journalistin, der amerikanischen Zeitung „New Yorker“ den Prozess und beschreibt ihren Eindruck von Eichmann mit der berühmten Metapher „Banalität des Bösen“.
Fast alle Texte und Bücher, die Hannah Arendt geschrieben hat waren umstritten. Wichtig sind sie trotzdem.
Janka Kluge, Stuttgarter Journalistin, stellt uns ihr Leben und Werk vor. Mit Diskussion.
