Ostermarsch 2026

Ostermarsch in Stuttgart am Karsamstag 4. April 2026

Motto „Friedensfähig statt kriegstüchtig – Aufstehen für eine soziale und gerechte Welt“

  • 10.45 Uhr: Kundgebung, EUCOM in Stuttgart Vaihingen (Nähe Katzenbachstr. 207) – Anschließend Radlerdemo vom EUCOM zum Schlossplatz
  • 85 Sekunden vor 12.00 Uhr*: Auftaktkundgebung, Schlossplatz
  • ca. 13.00 Uhr: Ostermarsch durch die Stuttgarter Innenstadt
  • ca. 14.00 Uhr Abschlusskundgebung, Schlossplatz

Der Protest gegen die weltweiten Völkerrechtsverletzungen, wie der Angriff auf den Iran und die Blockade des Gazastreifens steht in diesem Jahr im Zentrum des Stuttgarter Ostermarschs am Karsamstag 4.April 2026. Weiter richtet sich die Kritik gegen eine drohende Wehrpflicht, Aufrüstung, Militarisierung der Gesellschaft und Sozialabbau. Zum Ostermarsch in Stuttgart ruft das Friedensnetz Baden-Württemberg gemeinsam mit zahlreichen Friedensinitiativen, -Organisationen und Gewerkschaftsgliederungen aus der Region Mittlerer Neckar auf.

In Baden-Württemberg finden in diesem Jahr 13 Ostermärsche statt. Mit normalerweise über 2000 Teilnehmenden war der Ostermarsch in Stuttgart bislang der am besten besuchte.

Im Aufruf zum Stuttgarter Ostermarsch heißt es: „Wir ächten Krieg als Mittel der Politik. Wir wollen Dialog, Wiederaufnahme von Verhandlungen über (atomare) Abrüstung! Wir unterstützen Friedensverhandlungen zur Beendigung des Ukrainekriegs! Wir fordern eine Initiative für eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur in Europa!“ Kritisiert wird, dass Deutschland das militärisch stärkste EU-Land und Drehscheibe für die NATO in Europa werden will. „Deutsche Waffen, auch aus Baden-Württemberg, befeuern die Kriege der Welt.“ Und weiter: „Die milliardenschweren Aufrüstungsprogramme der Bundesregierung, EU und NATO bedrohen unseren Sozialstaat und alle anderen Bereiche der zivilen Gesellschaft. Vielen Kommunen steht ohnehin schon das Wasser bis zum Hals, doch Soziales, Klimaschutz und Kultur werden weiter zusammengekürzt, auch in Baden-Württemberg. Die Landesregierung will Konversionen der kriselnden Industrie hin zu Rüstungsproduktion weiter unterstützen und nennt das wider besseres Wissen einen „Jobmotor“. Dabei hätten Investitionen in zivile Infrastruktur, Gesundheit und Bildung erwiesenermaßen einen 2–3-mal höheren Effekt auf den Arbeitsmarkt.“

Die Ostermärsche sind Versammlungen für Friedenspolitik, wo die Prinzipien der UN-Charta, die Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht verteidigt werden. „Wenn die Regierenden von Hochrüstung und Kriegstüchtigkeit reden, halten wir mit Friedensfähigkeit dagegen,“ heißt es im Aufruf. „Statt Zwangsmusterungen und Kriegsdienst für junge Menschen setzen wir uns für Friedensbildung an Schulen und freiwillige zivile Friedensdienste ein.“

Als Redner*innen werden erwartet: Emil und Tizi vom Bündnis „Nein zur Wehrpflicht“; Clara Meier, DFG-VK Kriegsdienstverweigerungsberaterin; Jürgen Wagner, Informationsstelle Militarisierung, IMI; Maike Schollenberger, Ver.di Landesbezirksleiterin; Michael von der Schulenburg, ehem. Diplomat der OSZE und der UN, Abgeordneter des Europäischen Parlaments und Dr. Susanne Edel, „Aufbruch für den Frieden”.

Musik kommt von der „The Chunk Funk Connection“ sowie von Bernd Köhler und ewo2, Moderation: Heike Hänsel, Wiltrud Rösch-Metzler, Leyla Bouyedda .

Mit freundlichem Gruß

Wiltrud Rösch- Metzler (Pax Christi) und Dieter Lachenmayer

* Stand Weltuntergangsuhr: Diese beschreibt die Wahrscheinlichkeit einer möglichen globalen Katastrophe, für die Menschen verantwortlich sind. Es handelt sich um eine symbolische Uhr des „Bulletin of the Atomic Scientists“, einem Magazin für Atomwissenschaftler.

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